Mein Müsli – Dein Frühstück
Was Haferflocken und Co. alles zu bieten haben
Nichts ist wohl so individuell, wie Müsli. Die einen mögen es knusprig, die anderen schlotzig, die einen heiß, die nächsten kalt. Süß, gesund, sättigend, proteinreich, nussig, schokoladig… ich könnte wohl ewig so weitermachen und hätte immer noch nicht jeden einzelnen Geschmack unserer Kundschaft genannt. Und obwohl wir eine wirklich große Auswahl an Müslis & Co. zum Selbstabfüllen haben, haben wir bestimmt nicht jedes Lieblings-Schüssel-Frühstück im Sortiment.
Oder doch?!
Bei uns in der Resi gibt es nicht nur Flocken, Flakes, Crunchys, Nüsse, Saaten, Kerne, (gefrier-) getrocknete Früchte, Nips, Drops und Pops, sondern vor allem eins: Expertise. Als Ernährungsberaterin und Ladnerin, die sich sehr sorgfältig mit ihrem Sortiment auseinandersetzt, stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite, bis die perfekte Mischung gefunden ist. Dabei könnt Ihr erst einmal überlegen, in welche Richtung es gehen soll:
Bircher-Müsli / Overnight-Oats:
Bei beidem handelt es sich um (Hafer-) Flocken, die über Nacht mit (Pflanzen-) Milch quellen. Beim klassischen Bircher-Müsli kommen noch Nüsse, ein geriebener Apfel und etwas Zitronensaft dazu; wer es etwas weniger klassisch mag, nennt es hochmodern einfach Overnight Oats und hat das gleiche Prinzip mit sehr viel höherer Flexibilität. Der Vorteil am Quellen: die Flocken werden leichter verdaulich und halten länger satt. Außerdem wird die in Haferflocken enthaltene Phytinsäure abgebaut und andere Nährstoffe (Eisen, Zink, Magnesium) können somit besser aufgenommen werden. Bei Leinsamen z.B. gilt: schroten, quellen oder kochen. Das heißt, wer sie quellen lässt, kann die ganze Saat ungeschrotet zu den Flocken packen.
Porridge / Frühstücksbrei:
Dieser Start in den Tag ist nichts für Leute, die es in der Früh eilig haben. Denn hier werden Flocken zusammen mit anderen Zutaten nach Wahl vorsichtig aufgekocht, sodass man morgens schon am Herd steht und in seinem Töpfchen rühren darf. Ich selbst mag das total gerne – so komme ich ganz entspannt in den Tag, und wenn ich den Zimt in die warme Mischung rühre ist das wie eine kleine olfaktorische Umarmung. Im Ayurvedischen ist es übrigens ganz normal, warm zu frühstücken. Das unterstützt das Verdauungsfeuer, bereitet die Nahrung besser für unseren Verdauungstrakt vor und schenkt uns mentale Stärke für den Tag. Grundsätzlich können alle Flocken, also egal ob kernig oder fein, für Porridge verwendet werden. Die feinen saugen sich einfach schneller voll und das Porridge ist schneller fertig. Außerdem, ganz klar: das Ergebnis wird „feiner“ und weniger „kernig“. Reine Geschmackssache.
Grießbrei:
Auch ein Grießbrei wird gekocht. Es gibt ganz klassischen Weizengrieß – da wir aber eh so viel Weizen essen (Nudeln, Brot, Brezen, Gebäck…), haben wir uns in der Resi für einen Dinkelgrieß entschieden und haben ganz neu einen Protein-Grieß aus Quinoa, Buchweizen und Mung-Dal. Er wird, wie sein Dinkel-Kollege auch, im Verhältnis 1:6 in heiße (Pflanzen-) Milch gegeben und mit dem Schneebesen so lange gerührt, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist. Dann kann nach Lust und Laune gesüßt und mit Früchten oder Beeren getoppt werden.
Crunchys / Granola:
Diese knusprigen Zutaten sind hauptsächlich lecker. Um ein Knuspermüsli zu bekommen, werden die Zutaten mit Öl (in der Regel Kokosöl oder Sonnenblumenöl) und einem Süßungsmittel (Zucker, Honig Agavendicksaft…) im Ofen gebacken. Der größte Vorteil ist, dass es wirklich lecker ist und man dadurch dröge Müslis aufmotzen kann und somit die Nährstoffe von Flocken, Nüssen etc. automatisch mitisst. Der größte Nachteil ist, naja, dass eben Fett und Zucker auch gegessen werden. Aus ernährungsphysiologischer Sicht wäre es also immer empfehlenswert, ein Crunchy nur als Zutat zu verstehen und es mit Flocken oder knusprigen Flakes (unsere Cornflakes bestehen zu 100 % aus Vollkornmais; unsere Buchweizenflakes zu 100 % aus Buchweizen) zu mischen.
Chia-Pudding / Saaten-Pudding:
Dieses Frühstück (perfekt auch als Snack) empfehle ich jedem, der Omega-3 braucht (also keinen / wenig Fisch isst oder Cholesterin-Probleme hat), der gerne eine kleine kompakte Proteinbombe mag und / oder nichts gegen eine extra Portion Magnesium hat. Man nehme ein leeres Schraubglas (mindestens 350 ml Fassungsvermögen), gibt 2 EL Chiasamen, 1 EL Leinsamen, 1 EL Hanfsamen und 1 TL Mandelmus hinein, fügt nach Belieben Früchte oder Beeren oder Süßungsmittel hinzu, gießt 200 ml (Pflanzen-) Milch dazu und schüttelt, was das Zeug hält. Dann stellt man es für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank (gerne über Nacht) – eventuell zwischendurch nochmal schütteln, damit sich die Samen nicht als fester Kleister unten absetzen und es oben noch flüssig ist. Die Samen sollen gleichmäßig quellen.
Kein Müsli ist schwarz/weiß! Wer sagt, dass man sich nicht eine Mischung aus Chiapudding und Porridge machen oder seine Overnight Oats mit einem Crunchy toppen darf?!
Müsli auf die 1
Klar kann man Pancakes, Semmeln oder Brot zum Frühstück essen. Die bekömmlichste Alternative ist und bleibt jedoch eine Müslivariation. Und damit Ihr genau das futtern könnt, was Ihr am aller liebsten mögt, könnt Ihr Euch jederzeit ein Müsli bei uns selbst zusammenstellen (mit „Zwischenwiegen“: fragt uns gerne in der Resi, wie das funktioniert) – oder zusammenstellen lassen. Schreibt uns dafür gerne eine Email mit Eurer Wunsch-Mischung, egal ob mit ganz genauen Gramm-Angaben, mit Verhältnis-Angaben oder mit sonstigen Wünschen. Dann bereiten wir gerne alles genau so für Euch vor.
Wir freuen uns drauf!





